Auf 2 Räder,  Kreis Heinsberg,  Niederlande

Nationalpark De Meinweg

Es war Sonntag bestes Wetter und ich hatte zwei Ziele. Das erste ich wollte unbedingt die 50km knacken, für mich eine magische Zahl, da ich noch nie So weit gefahren bin. Das andere Ziel, unbedingt einmal mit dem Rad nach Holland. Da es der erste Tag war, wo Holland kein hoch Risiko Gebiet (Corona) mehr ist war es wieder möglich ohne negativen Testergebnis die grenze zu passieren. Zwei Ziele hatte ich vor Augen einmal Roermond, und der Nationalpark De Meinweg. Da es der erste Tag war, wo man ohne großen Aufwand die Grenze passieren konnte und auch noch Sonntag, ist die Wahl auf den Nationalpark De Meinweg, da in Roermond bestimmt die Hölle los war.

Zunächst einmal ging es an der Rur entlang richtig Holland. Das erste Hightlight war die Landmarke „Grünmetropole“ nach 3,04km. Das Foto habe ich übrigens aus einem Video der GoPro Hero 9 extrahiert. Was eine echt feine Sache ist, wenn man nicht immer Anhalten möchte und mit sein Handy ein Foto zu machen um seinen Blog aufzuhübschen : )

Nach der Brücke vom Adolfosee haben wir den Radweg links an der Rur entlang genommen, da diese zum größten Teil asphaltiert ist und weniger Höhenmeter hat. Der erste halt für ein Foto war dann die Wehr in Heinsberg Kempen, mich faziniert diese immer wieder. Jedoch sollte man die Warnung Todesgefahr ernstnehmen. Die Strömung ist dort sehr stark, seit Jahren sind dort schon Bälle drin gefangen und am Tag nach unserer Radtour ist leider in dieser Wehr ein Kalb verendet.

Danach ging es immer weiter den RurUfer-Radweg entlang Richtung Effelder Waldsee bis wir schließlich in Vlodrop (Gemeinde Roerdalen) angekommen sind.Bis hier hin waren wir mit dem Weg bereits gut vertraut, da wir diesen in vorheriges Jahr bereits gemeinsam aus Ratheim gestartet mit normalen Fahrrädern gefahren sind. Diesmal hatten wir auch Glück, da die Strecke normal sehr gut besucht ist, jedoch diesmal nicht als so viele Radfahrer unterwegs waren. Ich vermute es lag daran, dass es noch früh war und die meisten zu mindestens noch an Frühstücken waren, wenn Sie nicht noch geschlafen haben. Nun begann für uns Neuland, wir sind noch nie einmal mit dem Rad durch Vlodrop Richtung De Meinweg gefahren. Trotz das es nur Geradeaus ging, fühlte man sich irritierungslos. Der Element Bolt hat nichts zu trotz bisher hin ein Tapferen Job gemacht und uns gut gelotst. Ein älteres Pärchen, was uns unterwegs nach dem Weg nach Rothenbach gefragt hat, konnten wir jedoch nur halbwegs weiterhelfen.

Die letztens Meter Richtung Nationalpark De Meinweg wurde es immer voller, die Radwege in den Niederlanden sind zwar sehr schön, aber es kamen immer mehr größere Gruppen Rennradfaher oder Mountainbiker, welche aus irgendeiner Seitenstraße angerast kamen. Letztere benahmen sich dabei rücksichtlos.

Am Ende der Straße hat uns aber wieder ein vertrautes Bild begrüßt. Auf der linken Seite hat uns das Tuincentrum Daniëls begrüßt, was in der Region eine beliebte Adresse ist, um Pflanzen einzukaufen. Und auf der anderen Seite der Kreuzung war das Begrüßungsschild des heißerwarteten Nationalpark De Meinweg. Obwohl wir ein Jahr hinter einen solchen Schild in Wegberg gewohnt haben, haben wir nie wirklich diesen Park besucht. Wir wussten nur durch eine sehr liebe Kollegin, dass es dort wohl richtig schön zum Radfahren ist. Sie wohnt auf Halberstrecke und fährt dort Wöchentlich Mountainbike. Aber was uns erwartet wussten wir nicht…

Der Boden war fest, aber Vorsicht war trotzdem geboten, durch den losen Schotter. Ich persönlich hatte meinen Spaß, die kurvigen und hügeligen kleinen Strecken langzufahren. Meine Freundin rebellierte jedoch ein wenig, dass ich nicht so schnell dort lang Fahren soll. Genau so rebellierte der Element Bold der alle paar Sekunden wie verrückt piepte, dass ich von der Strecke abgekommen sei. Die Planung in Komoot war schon sehr schwierig, scheinbar ist das Kartenmaterial für den Nationalpark De Meinweg ziemlich ungenau. Nichts zu trotz sind wir gut durchgekommen. Auch der Besucherandrang war nicht so hoch wie erwartet, im Gegenteil, auf der Strecke war so gut wie kein Mensch.

 

 

 

Am Ende haben die mehren kleinen Pisten auf eine Art „Fahrradautobahn“ zusammengetroffen. Das war die richtige Strecke für meine Freundin, ruhig zu fahren und Asphalt. Es hatte etwas Beruhigendes oder man könnte es schon fast unter Meditation einstufen. Ruhig, der Geruch des Waldes, einfach nur schön. Es hat mich an meinen Urlauben in meiner Kindheit zusammen mit meinen Eltern an der Französischen-Küste erinnert, dort waren auch immer große Kiefernwälder.

Diese Strecke sind wir ein Großteil der den Nationalpark De Meinweg gefolgt. Gelegentlich kam uns mal eine paar Radfaher entgegen oder haben uns überholt. Auch wieder Gruppen von Rennradfaher, aber alle waren sehr freundlich und rücksichtsvoll. Einzig ein Traktorfahrer, der die volle Breite der Strecke in Anspruch genommen hat, kam uns entgegen, welcher ebenfalls sehr rücksichtsvoll war kam uns entgegnen und ein VW Beetle Cabrio mit zwei älteren Menschen. Letzteres hatten vermutlich nichts dort zu suchen, da nicht mal Mofas auf dieser Strecke fahren durften.

 

Später haben wir die asphaltierte Stecke wieder verlassen, und es ging auf befestigte Schotterwege weiter. Hier wurde es auch wieder menschenleer gelegentlich haben wir ein paar Wandre gesehen. Die Wege waren auch nicht mehr so hügelig und kurvenreich. Auch der Wald wurde teilweise etwas lichter. Ob das die Folgen sind aus dem großen Brand aus dem vorherigen Jahr?

Nach 32,8 Kilometern und 2:14 Stunden Fahrt haben wir uns die erste Pause gegönnt. Am Knotenpunkt 95 welcher direkt auf der Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland ist. Eine Parkbank hatte uns regelrecht angelächelt. Es war sogar für im Wald schon sehr warm, die Oberarme waren verbrannt und die Kraft ging schon ein wenig richtig Ende entgegen. Wir hatten jedoch noch rund 18 Kilometer vor uns.

Und diese 18 Kilometer sollten es noch in sich haben.  Zurück ging es erstmal über Wegberg; Dalheim, Rögen und Wildenrath. In Myhl angekommen, haben wir überlegt von der geplanten Route abzuweichen und über die Myhler Schweiz zu fahren, das es dort sehr schön ist, dann wären wir aber ein Großteil des Weges identisch zurück gefahren worauf wir keine Lust hatte.  Also ging es Richtung Kleingladbach (Hückelhoven).

Die erste harte Etappe war Sendesweg in Myhl, auch wenn es nicht auf dem Foto so schlimm aussieht, hatte das Gefälle es in sich. Ich hatte die Gänge meines Rades runtergeschaltet in den 65kn starken Motor auf Tourbo geschaltet und trotzdem merkte man die Anstrengung, zeitgleich konnte man beobachten wie die Reichweite des Akkus regelrecht in ein tiefes Tal stürzte.

Von Myhl Richtung Gerderath ging es dann über die neue Schnellstraße, der Weg ist richtig schön asphaltiert und leicht kurvig. Ab da an ging es bis über Kleingladbach bis Horst gefühlt nur noch bergab, so dass ich den Akku und meine Beine schonen konnte.

Jetzt ist es eigentlich nur noch ein Katzensprung nach Hause. Im Siel erwarten einen auch viele Höhenmeter diese gehen jedoch zum glück nur Bergab, einzig die Loerbrockstraße geht  noch einmal Bergauf und hat meinen Akku noch einmal alles abverlangt, sage und schreibe 25km hatte ich noch von meinen 650 WH über. Da wir nicht einfach den Gladbacherberg herunter fahren wollten, haben wir uns entschlossen einen Umweg über die Felder Richtung Stockumer-Weg zu nehmen.

Hier waren Singeltrails angesagt mit noch einmal Herausforderern Höhenmeter. Aber die 50km sollten unbedingt geknackt werden. Ich war von der Sonne verbrannt und am Ende, mein Akku auch mit rund 10km Reserve, so wie die Tour auch zu ende war. Es war ein Stolzes Gefühl 50 km zu fahren, für einige ist es nicht viel für mich jedoch ein Meilenstein. Die Strecke war teilweise sehr anstrengend und schwierig zu Fahren. Ich bin gespannt, wann ich den nächsten Meilenstein knacke vielleicht 75 Kilometer?

 

Hallo mein Name ist Christian, ich wohne in Wunderschönen Wegberg. Ich liebes es zu fotografieren und meine Werke anderen zu zeigen in der Hoffnung, dass diese gefallen finden. Es macht mir spaß Motive zu entdecken und diese mit anderen zu teilen oder wissen welches ich erlernt habe. Die Natur zu genießen und auf der Jagt zu gehen ohne Blut zu vergießen sondern Momente festzuhalten. Oder auch neue Sachen zu entdecken und Grenzen zu überspringen. Oft ist es so, dass ich eine kleine Fotoreise mache (2-4 Stunden Fahrt) oder aus dem Urlaub komme das Gepäck voller toller Fotos habe und später eins mich nur fesselt und die anderen in Vergessenheit geraten. Irgendwie deprimiert, dass dann einen. Aber ich sage mir dann immer lieber ein hammer geiles Foto wie nur 10 Fotos womit man zufrieden ist. Das wichtigste am Fotografieren, ist das es Spaß machen muss!! lg Chrisi

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.