Christian Bernds Digga auf Tour – PlusSize Radblog

Hi mein Name ist Christian, aus Hückelhoven. Ich bin 1987 auf Kohle geboren, jedoch hat es mich immer weiter in den Süden des Niederrheins verschlagen. Heimisch fühle ich mich auch hier, aus meinem Fenster wo ich gerade vorsitze, während ich schreibe, sehe ich sogar den Förderturm der Zeche Sophia Jacoba.

Mein größtes Hobby ist das Fotografieren, das war damals auch der Grundgedanke dieses Blog. Ich hatte von Fotomotiven rund um das Ruhrgebiet berichtet. Jedoch hat der Blog sich immer mehr zu einen Reiseblog entwickelt über Tagesausflüge und Wochenendreisen in und um Deutschland. Bedingt durch eine Berufliche Umstellung, habe ich leider nur noch wenige Wochenenden im Jahr frei, so dass ich recht wenig unternommen habe und auch nicht mehr darüber berichtet habe. Durch Corona wurde alles noch weiter erschwert. Jedoch habe ich dadurch 2020 wieder das Fahrradfahren für mich entdeckt. Begleitet werde ich dabei in der Regel immer von meiner Freundin Katrin.

Klar bin ich schon immer Fahrrad gefahren, ich kann mich noch gut an mein erstes und vor allen zweites Fahrrad, ein Mountainbike erinnern.  Wo wir aus dem Ruhrgebiet nach Krefeld gezogen sind, gehörte Fahrradfahren zu meiner Hauptbeschäftigung mit meinen Freunden, ich kann mich noch dran erinnern, als wäre es Gestern, dass wir immer mit 15 bis 20 Kindern kleine Radrennen rund um Gatherhof inspiriert von der Rour de France unternommen haben. Im etwas älteren Alter hatte ich ein über 30 Jahre altes Gazelle Fahrrad, was wirklich gute Dienste verrichtet hat, ob ein Surrend Sound Anlage bei MediaMarkt, in den Club oder zur Arbeit überall ging es hin mit dem Rad. Erst mit meinem neuen Job in Hückelhoven im Büro habe ich aufgehört Fahrrad zu fahren. Im Jahr 2011 habe ich dann meinen Führerschein gemacht und mein erstes Auto gekauft und damit das Fahrrad nicht mehr genutzt. Das war die Zeit, in der ich auch immer reicher wurde, nicht mit Geld, sondern Hüftgold von sportlichen 87kg auf satte 145kg habe ich mein Gewicht nahezu verdoppelt.

Mit einer ausgewogenen Ernährung konnte ich wieder einige Kilo abnehmen. Mit dem Versuch in einen Fittens Studio mein Leben mit Sport zu erfüllen bin ich kläglich gescheitert, so dass ich eine alternative gesucht habe. Im Mai 2017 habe ich dann mein erstes eBike als Jobrad bekommen.

Es handelte sich um ein „Qwic Trend T-MN8.2 C“, nach 1431 km war aber auch schon mit dem Radfahren Schluss. Da ich das Rad nicht Leasen durfte, sondern über die 1% Regel betreiben musste, mein Budget nicht so groß war und ich auch nur zu einen befreundetet Zweiradhändler meines Chefs durfte war ich sehr limitiert in der Auswahl eines eBike. Es war zwar sehr schick, aber die Beratung muss ich sagen war im Nachhinein sehr schlecht. Ich war mit dem Fahrrade sehr unzufrieden, denn es hat überhaupt nicht zu mir gepasst. Die Fahrt mit dem Rad zur Arbeit hat sich zu einer Qual entwickelt, ich hatte so starke schmerzen in den Weichteilen, dass mein Hausarzt mich mit verdacht auf Hodenkrebs zu einem Urologen geschickt hat. Leider habe ich bei meinem ehemaligen Arbeitgeber auf wenig Verständnis getroffen, so dass ich genötigt wurde, weiterhin mit dem Rad zu Arbeit zu fahren und Radfahren nur noch mit schmerzen assoziiert habe. Nach dem ich dort 8 Jahre beschäftigt war habe ich die Notbremse gezogen und bin zur Deutschen Post als Briefträger gesächselt.

Die Bewegung bei der Post als Briefträger hat mir gutgetan, so dass ich stolze 25 Kilo abgenommen habe, ohne die Ernährung umzustellen. Nichts zu trotz wollten ich gemeinsam mit meiner Freundin unsere Freizeit mit Bewegung gestalten. Da ich das eBike meinen alten Arbeitgeber abkaufen musste und nicht mehr mit dem eBike fahren wollte, fungierte es nur noch als Staubfänger in der Garage. Also tat ich das einzige vernünftige und verkaufte es. Von dem Geld kaufte ich mir dann ein Diamant ELAN DELUXE ganz ohne Motor. Das Radfahren ohne Probleme in den Weichteilen, war ein Traum.

Nur wie es so oft in mein Leben ist, irgendwann fängt man an etwas nicht mehr regelmäßig zu machen und dann kommt es zum Erliegen, so was es mit dem Radfahren schon nach einem dreiviertel Jahr. Nagut, mein Alltag ist geprägt von Bewegung, aber mein dran nach Sport habe ich bis heute nicht gefunden. Da hat es uns gut in die Karten gespielt, dass die Post nun ein Jobrad Leasing anbietet und ich meinen Festvertrag bekommen habe. Nach langer Suche nach geeigneten eBikes für Übergewichtige bin ich dann auch fündig geworden. Die Auswahl ist hier auch nicht alt so groß, da die meisten eBikes nur für bis zu 130kg zugelassen sind und wenn das Fahrrad 25 Kilo wiegt und ich 120 Kilo, bin ich schon über dem Gewicht. Das eBike der Schweizerfirma Flyer Gotour6 7.10 hat mich nicht nur mit seinen verbauten Komponenten überzeugt, sondern auch damit das es für 149 Kilo zugelassen ist. Meine Freundin fährt das Gotour6 7.12 CX was ein wenig mehr für das Offroad Erlebnis optimiert ist. Leider waren nicht mehr alle Modelle in allen Größen bedingt durch die große Nachfrage verfügbar, ansonsten hätte ich auch gern zu den Gotour6 7.12 CX gegriffen.

Neben meiner Freundin begleitet mich immer auf meinen Radtouren mein Handy, womit ich die Fotos mache. Meine Kamera bleibt zuhause, da es mir zu unständig ist diese der Fahrt immer auf der Tasche zu kramen. Ein weiter praktischer Vorteil meines Handys ist, dass die Fotos GPS-Daten eingebettet haben und so bei Komoot und Relive immer gleich an der richtigen Stelle eingebettet werden. Das gleiche gilt für meine neu erworbene GoPro Hero Black 9, hier finde ich es einfach klasse, dass man recht schnell und komfortabel noch ein Video der Fahrt mit aufnehmen kann. Auch immer dabei ist mein Wahoo Element Bolt zum aufzeichne der Touren oft in Verbindung mit dem Pulssensor TICKERfit, da man diesen bequem am Arm tragen kann. Außerdem dient Wahoo Element Bolt bei mir als Navi, die Strecken plane ich im Vorraus mit Komoot und schicke Sie mir dann auf dem Wahoo Element Bolt, ohne Ihn wäre ich oft aufgeschmissen.