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Urlaub in März auf Rügen

Kap Arkona, Rügen, Ostsee

Rügen ein Urlaubsparadies

Rügen ist Deutschlands größte Insel und eins der beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen. Nach Spanien (ja auch Mallorca) landet Mecklenburg-Vorpommern mit der Türkei auf Platz 4, der meist bereisten Urlaubsziele der Deutschen. Fahrrad- Wander und Naturbegeisterte, FKK Liebhaber, Familien und und und.. man kann eigentlich sagen, für jeden ist etwas dabei. Besondere Schnäppchen bezüglich Übernachtungen kann man in Rügen außerhalb der Saison machen. Wir sind im März für eine Woche nach Rügen gereist. Der März ist vermutlich der schlecht besuchteste Monat auf Rügen. Viele schwärmen von Rügen im Frühling (ab Mitte April), Sommer, Herbst und auch im Winter, wenn es schneit. Aber lohnt sich auch ein Besuch im März?

Tag 1:  – Anfahrt, Ferienhaus, Seebrücke-Sellin und der Strand von Prora

Wir haben uns früh, bereits um 6 Uhr auf dem Weg gemacht. Was super war, denn wir waren innerhalb von 7 Stunden, inkl. Frühstück bei Mc Donalds, vom äußersten Rand im Süden des Niederrhein bis nach Lancken-Granitz auf Rügen. Und das ohne das Gaspedal durchtreten zu müssen. Während der Fahrt, haben wir uns ein paar Stunden vom „Rügen Krimi“Hörbuch angehört und später natürlich das Ostsee-Radio.

Ferienhaus - Vogelhaus auf Rügen

Ferienhaus - Vogelhaus auf Rügen

Ferienhaus - Vogelhaus auf Rügen

Auch unser Ferienhaus war ein absoluter Glücksgriff, ein fairer Preis, sauber, eine Küche, Bad und Schlafzimmer was will man mehr. Auch eine Sauna konnte man nutzen und für die wärmeren Tage gab es auch einen Grill. Und das Beste war, dass es super ruhig war. Nur die Fahrt von der Hauptstraße zum Ferienhaus war immer ein wenig abenteuerlich. Bei der Dämmerung wurden wir immer das ein oder andere mal von einer Rehherde (Sprung) von ca. 10 bis 20 Rehe begleitet bzw. überrascht. Was ich ziemlich beeindruckend fand.

Nachdem wir unser Auto entladen haben und das Ferienhaus inspiziert haben, sind wir los nach Sellin. Ich wollte schon immer einmal die Seebrücke fotografieren. Geparkt werden konnte fast direkt vor der Seebrücke (Gebührenpflichtig), die Straßen waren wie leer gefegt, nur ein älteres Ehepaar schlenderte die Straße vor uns entlang.

Altes Ehepaar was Spaziert

Wir hatten Glück, denn es hat gerade einen Moment nicht geregnet und ansonsten war das Wetter sehr angenehm. Wenn man auf die Seebrücke zu läuft, hat man direkt von oben eine wunderschöne Aussicht darauf. Das musste ich direkt ausnutzen und das eine oder andere Foto schießen. Danach ging es auch gleich runter auf die Seebrücke.

Seebrücke Sellin

Seebrücke Sellin

Ein wenig war ich von der Speisekarte des Restaurants, welches sich in der Seebrücke eingemietet hat überrascht. Auf der Speisekarte fanden sich Flammkuchen, Burger und andere Snacks. Ich hatte eher mit einer teuren und exklusiven Fischküche gerechnet. Okay, die Preise waren gehoben, aber nichts war so verführerisch, dass es mich ins Restaurant reingelockt hätte. Also ging es weiter entlang der Seebrücke Richtung Tauchgondel.

Seebrücke Sellin

Seebrücke Sellin

Vom anderen Ende der Seebrücke, hat man einen wunderschönen Blick, ebenfalls auf das Restaurant der Seebrücke und der Bäder Architektur der Stadt Sellin. Jedoch verfolgen uns wieder einmal die lästigen Baustellen. Am Ende bzw. an der Tauchgondel angekommen, gab es bereits den ersten herben Tiefschlag. Die Tauchgondel hatte geschlossen und das während des gesamten Urlaubs. Dabei wollte ich so gern einmal in die Ostsee abtauchen und hatte mich sehr gefreut. Wie sich später heraus stellte, war die Tauchgondel nicht die einzige Attraktion, welche geschlossen hatte.

Also ging es wieder zurück zum Auto. Auf dem Weg zum Auto fing es leicht an zu regnen, kaum hatten wir die Autotüren geschlossen, schüttete es Eimerweise vom Himmel. Also haben wir uns entschlossen einfach mal etwas über die Insel zu fahren und diese mit dem Auto zu erkunden, bis es aufhört zu regnen. Die Natur war wirklich entzückend und durch die Wälder entlang der Küste, bei Regen zu fahren hatte etwas. Richtung Sassnitz sind wir an einem kleinen Hafen mit einer großen Bäckerei vorbei gekommen, das besondere daran war, dass man in der Bäckerei mit Meerblick essen kann. Für mich war klar, hier möchte ich jeden Tag frühstücken.

Langsam hörte es auf zu regnen und wir sind auf den Hinweg an Prora vorbei gekommen. Die Tage zuvor hatten wir darüber eine Dokumentation gesehen, es handelt sich dabei um eine Ruine von einem Nazi Hotel in gigantischen Dimensionen. Eine Länge von 4,5km hat der „Koloss von Prora“ und sollte bis zu 20.000 Personen beherbergen. Hier sollten die Soldaten einst eine Auszeit vom Krieg mit ihren Familien genießen, so grob gesagt. Also auf nach Prora.

Koloss von Prora

Koloss von Prora

Doch irgenwie haben wir kein Zugang zur Ruine gefunden, da sie überall eingezäunt war. Dann haben wir einen kleinen Parkplatz entdeckt, wo man entlang der Einzäunung laufen konnte. Nach ein paar Minuten per Fuß gab es die Möglichkeit rechts durch einen märchenhaften Weg ab zu biegen. Der Geruch der Meeres und das Rauschen der Wellen hat einen regelrecht verzaubert und verführt durch diesen Weg zu laufen.

Strand von Prora

Strand von Prora

Der Strand war ebenfalls verlassen, also genossen wir die Ruhe und spazierten diesen entlang. Bis die Dämmerung einsetzte, in der ganzen Zeit kam uns nur eine Person mit einem Hund entgegen. Eine angespülte Wurzel im Wasser liegend, sollte ein wahnsinniges Motiv für eine Langzeitbelichtung werden. Da es immer dunkler wurde, rannte ich hin und schoss mein Foto..

Strand von Prora

Nun war es schon recht dunkel und unheimlich, also ging es zurück zum Auto. Der Magen knurrte und wir wurden müde, damit endete auch unser erster Tag auf Rügen.

Tag 2 – Frühstück mit Meerblick, Kap Akona und Fischerdorf Vitt

 Café & Bäckerei Peters Fährhafen Mukran

Café & Bäckerei Peters Fährhafen Mukran

Abendessen wie ein Bettler, zu Mittag wie ich weiß nicht und Frühstücken wie ein König! Und genau das haben wir gemacht. Auch wenn es sich jetzt doof anhört, aber dass ist eins der Dinge die mir vom ganzen Urlaub an positivsten in Erinnerung geblieben ist und woran ich wirklich jeden Tag zurück denken kann. Ich habe noch nie geiler gefrühstückt wie im Café & Bäckerei Peters Fährhafen Mukran. Hier die Adresse:

Neu Mukran 19B, 18546 Sassnitz

Das geilste überhaupt ist es ja mit Meeresblick zu frühstücken. Selbst bei schlechtem Wetter sitzt man innen drin, kuschlig warm und kann durch die riesige Glasfront nach draußen schauen. Das Personal ist super freundlich, das Essen einfach nur Lecker- ein Traum! Und die Preise sind auch noch super. So waren wir hier jeden Tag frühstücken, sogar am Tag der Abreise. Jeder der Rügen besucht muss einmal hier Frühstücken!

Putgarten, Kap Arkona

Danach ging es dann gut gestärkt Richtung Putgarten, Kap Arkona. Das Wetter war ungemütlich, es war richtig kalt man hatte das Gefühl, dass es jeden Moment anfängt zu regnen. Der Weg von Sassnitz nach Kap Arkona betrug ungefähr eine Stunde, bei der Fahrt waren wir uns nicht sicher, ob wir richtig sind, denn irgendwann kamen wir an einem riesigen Parkplatz (auch Gebührenpflichtig), welcher auch wieder fast leer war. Laut Navi war es noch ein gutes Stückchen zum Kap Arkona, doch weiter ging es nicht. Also ging es zu Fuß weiter, wirklich Lust zu laufen hatte ich nicht, das Wetter war sehr ungemütlich. Da kam uns der „Bahnhof“ der Kap-Arkona-Bahn ganz gelegen. Doch meine Freundin wollte nicht mit der Bahn fahren, sondern lieber laufen. Ein älteres Ehepaar um die 50-60 gesellte sich dann zu uns und diskutierte mit, ob man lieber läuft oder mit der Bahn fährt, wir Männer hielten zusammen und die Frauen ebenfalls.

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Doch das stärkere Geschlecht konnte sich am Ende durchsetzen. So holten wir uns für 4€ pro Person dann die Karten, womit es vom Bahnhof zu Kap Arkona von dort zum Fischerdorf Vit und wieder zurück zum Bahnhof geht. Das warten auf dem Zug war eine Qual. Zum Glück hatten wir dicke Winterjacken an, doch trotzdem haben wir uns dermaßen den A*sch ab gefroren. Als die Bahn kam, waren wir erleichtert und haben uns gefreut endlich Windgeschützt und evtl. geheizt zu sitzen. Doch der „Lokführer“ stieg aus und war erst einmal verschwunden, uns war nicht klar, ob wir nun endlich hinein durften. Bis der Mann des älteren Ehepaares einfach selbst die Tür aufgemacht hat und uns hineingebten hat. Der Schutz vor dem Wind hat schon gut getan. Eine Familie gesellte sich noch zu uns und dann ging es nach über einer Stunde Wartezeit endlich los.

Putgarten, Kap Arkona

Parallel ist eine andere Gruppe mit jede Menge Alkohol und einer Pferdekutsche losgezogen.

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Dann war es endlich soweit, nach einer eher langweiligen und gemütlichen Fahrt kamen wir endlich am Kap Arkona an. Wenn man Kap Arkona in Google sucht, findet man oft sonnige und pradisische Bilder mit gelben Rapsfeldern. Doch bei uns war es grau, windig und kalt.

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Vorbei an der Leuchturmlampe ging es dann zum versteckten Eingang, wo man Souvenirs und Eintrittskarten für den Leuchtturm kaufen kann. Eins war klar ich wollte Hoch hinaus und einmal entlang der Küste blicken. Doch leider hatte ich mich etwas zu früh gefreut. Leider war der „große Leuchtturm“ geschlossen, da wir außerhalb der Saison da waren. Also gab es nur Karten für den kleinen Leuchtturm. Der Eintritt für den kleinen Leuchtturm bzw. Schinkelturm kostet 2€ pro Person. Eine Besichtung ist es auf jeden Fall wert. Im Leuchtturm erwartet einen ein kleines Museum und später eine schöne Aussicht.

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Die Architektur des Leuchtturmes war schon beeindruckend, die Mischung aus Metall, Holz und Stein. Das rustikale Gemisch mit dem schlechten Wetter hat eine einzigartige Atmosphäre beschert. Da man alleine war, konnte man diese auch richtig genießen. Das einzige was diese magische und mystische Atomsphäre auf lustige Weise gestört hat, war dass ich mit meinem dicken Po, teils Probleme hatte z.B. oben durch die kleine Tür zu kommen.

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Wir haben uns dann entschlossen nicht mehr mit der Bahn zum Fischerdorf Vitt zu fahren, sondern den Hochuferwanderweg entlang zu laufen, vorbei am Peilturm. Was auf jeden Fall gut war, wäre man mit der Bahn gefahren, hätte ich es im nachhinein bereut. Bei einem Künstler, kann man mit einen Stadtschild und Leuchttürme im Hintergrund ein Foto für eine kleine Spende machen. Natürlich auch ohne Spende, doch ich finde, man sollte das Angebot unterstützen und eine Spende neben der Bank in die Spardose werfen. Durch das schlechte Wetter und den starken Sturm in den vorherigen Tagen war das Ufer zum größten Teil leider gesperrt. Dennoch konnte man das Ufer an einigen Stellen besuchen.

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Putgarten, Kap Arkona

Der Auf- und Abstieg der teils maroden Treppen war sehr abenteuerlich und hat mir als eher unsportlichen Kerl recht viel Ausdauer gekostet. Aber es war ein kleines Abenteuer, das sehr beeindruckend war. Klar ist so ein Strand Besuch bei schönem Wetter was feines, aber mit dem Wind,  der Kälte und so dunkel hat es schon was magisches. Man fühlt sich in eine andere Welt versetzt. Man hört die ganze Zeit das Meer, man riecht es, aber man sieht es nicht. Bis irgendwann was blaues durch den Dunklen Wald der klaren Baumkronen durchdringt und man sich noch nicht sicher ist, was man sieht, bis man erkennt, dass die Wellen brechen und sich dadurch weißer Schaum auf dem Meer bildet.

Putgarten, Kap Arkona

Ein letzter Blick auf das Kap Arkona und dann ging es auch schon zum Fischerdorf Vitt. Durch die Kälte und das ganze Laufen hatte ich schon richtig Hunger. Und ein Dorf was den Namen Fischerdorf trägt, hört sich ja recht vielversprechend an, dort einen schönen warmen Fisch bei unter 3 Grad C essen zu können, wäre echt klasse. Dieser Gedanke hat mich motiviert, weiter durch die Kälte zu laufen und hat richtig Freude auf das Fischerdorf Vitt aufkommen lassen.

Fischerdorf Vitt, Putgarten, Kap Arkona

Fischerdorf Vitt, Putgarten, Kap Arkona

Fischerdorf Vitt, Putgarten, Kap Arkona

Angekommen im Dorf war ich von der Idylle beeindruckt. Doch wäre es etwas dunkler, wäre es ziemlich unheimlich gewesen, denn das ganze Dorf war verlassen. Alle Gastronomen hatten geschlossen, es war weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Man hätte denken können es wäre eine Zombie Apokalypse ausgebrochen und die letzten Überlebenden haben sich in Ihren Häuser verkrochen und versteckt.

Einzig der Geruch von Feuer hat unsere Aufmerksamkeit geweckt und uns zu einem kleinen Souvenirladen gelockt. In der Mitte des Souvenir Ladens war ein Holz Kamin, der das kleine Büdchen beheizt hat. Versteckt zwischen jede Menge Souvenir Artikel, war ein kleiner Tresen wo warmer Sanddorn Punch ausgeschenkt wurde und es Matjes Brötchen gab. Der Fisch für die Brötchen wurde aus einem unter der Theke hervorgeholten 10 Liter Metro Eimer „gefangen“. Dazu gab es ein paar grob geschnittene Zwiebeln.

Das Paar, welches wir am Bahnhof getroffen hatten, hat sich mit einem weiteren Paar auch dort verirrt und genossen den warmen Sanddorn Punch.

Nachdem meine Freundin Ihr Fischbrötchen verspeist hatte, ging es dann weiter Richtung Kapelle bzw. Abfahrt der Bahn.

Fischerdorf Vitt, Putgarten, Kap Arkona

Doch auf die Bahn hätte man noch eine ganze Weile warten müssen. Daher haben wir uns entschlossen den Weg zum Parkpatz zurück zu laufen. Kurz vor dem Banhof sind wir noch durch ein kleines Stück Dorf gelaufen, wo wir zuvor mit der Bahn durch gefahren sind. Hier gab es das ein oder andere Künstler Geschäfft. Und eine kleine Fressbudenmeile…

 

Putgarten, Kap Arkona

Doch auch hier hatte alles geschlossen. Der Bauch knurrte, wie hätte ich mir eine Portion Kibbeling gewünscht. Am Parkplatz gab es noch einen Imbiss „Ostseeperle“ dort habe ich mir dann einen Backfisch gegönnt. Dieser war zwar auch nicht frisch, sondern ein gepresstes Tiefkühlprodukt, doch es hat gut getan, was warmes zu essen.

Damit war der zweite Tag auch so gut wie zuende, wir sind noch eine Kleinigkeit Essen gegangen und haben uns auf den Weg ins Ferienhaus gemacht.

Tag 3 – Jagdschloss Granitz und Ummanz

Jagdschloss Granitz

Jagdschloss Granitz

Der dritte Tag begann wieder mit einem Frühstück mit Meerblick. Das Jagdschloss Granitz war eigendlich vor unserer Haustüre, daher sind wir von unserem Frühstück hin und zurück gefahren und haben so schon ca. 2 – 3 Stunden vertrödelt. Leider war die Zufahrtsstraße zum Schloss gesperrt, so dass wir erstmal rumgegurkt sind, bis wir einen Parkplatz gefunden haben. Dieser gehörte jedoch dann zu einer Raststätte und dort stand, das nicht Gäste der Raststätte abgeschleppt werden. Also mussten wir einmal von einem Ende bis in die Mitte von Rügen fahren, um zur anderen Seite des Schlosses zu kommen, wo die offiziellen Parkplätze sind. Waren wir uns aber auch dort nicht sicher, welcher Parkplatz der richtige war. Insgesamt sind wir 3-4 Stunden rum gefahren um zum Schloss zu kommen und hatten es fast aufgegeben. Das alles war nicht so einfach, da einige Straßen gesperrt waren. Dann hatten wir einen Parkplatz über 2- 3 km vom Schloss entfernt gefunden und haben uns auf dem Weg gemacht.

Die gesperrten Straßen haben uns Probleme bereitet, so hatten wir fast jeden Tag für all unsere Ziele min. 1 Stunde zusätzlich Fahrzeit. Es gab eine offizielle Umleitung, diese führte jedoch durch einen kleinen Waldweg, bei entgegenkommenden Autos, hatte man schon den Angstschweiß auf der Stirn, denn dann musste man in den Wald zwischen Bäumen ausweichen, damit einer passieren konnte. Besonders knifflig wurde es bei Bussen oder LKWs.

 

Jagdschloss Granitz

Jagdschloss Granitz

 

Gut weiter zum Thema Jagdschloss. Vom Parkplatz führte ein kleiner Fußweg entlang über einen Bauernhof, wo Kutschen Fahrten angeboten wurden. Bis auf ein paar verrottete Traktoren ohne Reifen und eine Katze, welche nicht gerade gesund aussah, war dort jedoch keine Spur von irgendetwas beweglichen oder was Personen befördern konnte, also ging es zu Fuß in den Wald und den Berg hinauf. Der Weg war mit Schildern bestückt von Zitaten eines Schriftstellers, welcher über die Insel Rügen geschrieben hat.

 

Jagdschloss Granitz

Auch ein Zug führte in den Wald bzw. Berg oder eher Hügel mit einer Station auf halber Strecke. Der Weg zog sich und war bis auf die paar Schilder mit Zitaten eher weniger spannend. Da freute man sich schon, dass man am Ende des Weges das Schloss sehen konnte.

Jagdschloss Granitz

Jagdschloss Granitz

Jagdschloss Granitz

Jagdschloss Granitz

Jagdschloss Granitz

Tag 4 – Königsstuhl, Victoria Sicht (Stubbenkammer) und Binz

Am 4. Tag ging es dann zu eins der Highlights von Rügen, die Kreidefelsen auf Rügen bzw. der Königsstuhl und die Victoria Sicht, welche schon Künstler wie Caspar David Friedrich fasziniert haben. Natürlich ging es zuvor wieder in unsere Lieblings Bäckerei zum Frühstücken.

Königsstuhl, Kreidefelsen auf Rügen

Zunächst einmal möchte ich erwähnen, dass die Anfahrt nicht so einfach war, das Navi wollte uns direkt zum Nationalpark-Zentrum Königsstuhl im UNESCO-Weltnaturerbe führen. Also sind wir auch so gefahren, am Straßenrand der Zufahrtstraße wurden Baumarbeiten durchgeführt, jedoch war die Straße frei und wir hatten uns nicht viel dabei gedacht, diese entlang zu fahren. Plötzlich zog ein Geländewagen aus dem Wald, auf die Straße und versperrte uns die Zufahrt. Der Fahrer stieg aus und sagte uns weniger freundlich, dass es für uns nicht hier weiter geht und wir umkehren sollten. Auf Nachfrage, wie wir dann zum Königsstuhl kommen sollten, sagte man uns dass wir den Parkplatz in Hagen nehmen sollten und dann mit den Shuttelbus fahren sollten. Gesagt getan, ich würde jedem empfehlen direkt auf diese Möglichkeit zurück zu greifen.

Adresse Königstul Parkplatz: L303, 18551 Lohme (schräggegenüber der Wildgaststätte & Pension Kleine Försterei, Stubbenkammerstraße 68, 18551 Lohme)

Natürlich kostet hier das Parken auch wie überall auf Rügen wieder Geld. Das Park-Shuttel-Bus-Eintritt-Kombiticket kostet 12,50€ pro Erwachsener ab 15 Jahre oder 28,00€ für eine Familie mit 5 Personen, davon 2 Erwachsene. Zum Vergleich, das Königsstuhl-Ticket kostet 20,00€ pro Erwachsener, jedoch inkl. Busticket auf der ganzen Insel.

Königsstuhl, Kreidefelsen auf Rügen

Wie man schon erahnen kann, kommt man auf den Königsstuhl nicht umsonst. Der Eintritt lohnt sich jedoch, nicht nur wegen dem Königsstuhl, sondern auch, da der Besuch im „Museum“ auf jeden Fall ein Besuch wert ist, am Anfang wird man mit einem beeindruckenden Film im Kino begrüßt und später folgen noch jede Menge interessante Informationen welche, attraktiv zur Show gestellt werden.

Königsstuhl, Kreidefelsen auf Rügen

Königsstuhl, Kreidefelsen auf Rügen

Königsstuhl, Kreidefelsen auf Rügen

Die Aussicht war schon klasse, aber ich vermute, dass diese bei schönem Wetter noch einmal um Welten umwerfender ist. Trotzt mittelmäßigen Wetter, war das blaue Wasser sehr beeindruckend. Ansonsten hat mich das Aussengelände des Königsstuhl weniger umgehauen bzw. interessiert. Fazit: Das Museum ist klasse und den Ausblick des Königsstuhl sollte man auf jeden Fall einmal genossen haben.

Die Victoria Sicht, welche nach der preußische Kronprinzessin Victoria benannt wurde, ist jedoch Umsonst und lässt sich auch ohne Ticket erreichen. Jedoch ist die Anfahrt mit dem Auto genauso schwer wie zum Königsstuhl, da der Wanderweg genau neben dem Eingang des Königsstuhl beginnt. Von der Victoria Sicht hat man einen wunderschönen Ausblick auf dem Königsstuhl.

Victoria Sicht

Victoria Sicht

Langsam drohte die Sonne hinter dem Horizont zu verschwinden und wir wollten noch nach Binz, also ging es zurück zum Parkplatz mit dem Shuttle-Bus. Am ansässigen Büdchen des Parkplatzes, haben wir uns ersteinmal mit einem Backfisch gestärkt. Auch dieser war leider wie zu erwarten ein Tief kühl Produkt, welcher vor Fett nur so getrieft hatte und leider meine Jacke komplett versaut hat.

Die Seebrücke Ostseebad Binz war zum Glück auch auf dem Weg nach Hause und so lud das Ostseebad Binz auf einen schönen Strandspaziergang zum Abschluss des Tages ein.

Seebrücke Ostseebad Binz

Seebrücke Ostseebad Binz

Seebrücke Ostseebad Binz

An sich war es in Binz auch sehr ruhig, nur die Seebrücke war durchwachsen besucht, zur Freude einer Möwen Gang. Diese gefiederte Gang hatte offensichtlich Spaß daran, die Besucher der Brücke zu belästigen, attackierten und zu tyrannisieren in der Hoffnung etwas essbares abstauben zu können.

Seebrücke Ostseebad Binz

Seebrücke Ostseebad Binz

Seebrücke Ostseebad Binz

Seebrücke Ostseebad Binz

Seebrücke Ostseebad Binz

Seebrücke Ostseebad Binz

Tag 5 – Stralsund und der HanseDom

Auch am 5. Tag ging es wieder zu unserem Lieblings Bäcker, wie jeden Tag. Doch diesmal wollten wir auch etwas Big City Life erleben, also ging es nach Stralsund, dass Tor zu Rügen und nächstgelegene Großstadt.

Stralsund, Ostsee

Stralsund, Ostsee

Stralsund, Ostsee

Stralsund, Ostsee

Eins vorweg, die Stadt war schon interessant zu besuchen, würde für mich jedoch nicht zum Pflichtprogramm gehören. Die Überfahrt der Brücke auf die Insel Rügen, fand ich schon imposanter, wie den Stadt Besuch. Nichts desto trotzt, hatte der Besuch für uns auch etwas besonderes. Denn es wurde der Krimi Stralsund (Fernsehserie) gedreht, und somit hatten wir eine neue TV Serie, die man sich mal anschauen kann und erfreuen, dass man den einen oder anderen Schauplatz selbst schon einmal gesehen hat.

Stralsund, Ostsee

Stralsund, Ostsee

Stralsund, Ostsee

Stralsund, Ostsee

Nach einer ausgiebigen Besichtigung der Stadt und Entdeckung des süßesten Geschäftsnamen, den ich je gelesen habe „Holztätzchen“ haben wir uns auf gemacht ins Schwimmbad HanseDom.

Adresse: Grünhufer Bogen 18 – 20, 18437 Kramerhof

Hier haben wir einige schöne Stunden verbracht, dass schöne war das nur 2-3 weitere Pärchen im Schwimmbad waren und man somit das Schwimmbad für sich fast alleine hatte. Auch die Rutschen war klasse, besonders die Wildwasserutsche.

Die Preise des Erlebnis bad waren noch in Ordnung für Erwachsende: 2 Stunden 12€, 4 Stunden 14€ und eine Tageskarte 19€. Für Kinder von 5 bis 15 Jahren geht es ab 9,50€ los, für Familien gibt es auch weitere attraktive Preise.

Stralsund, Ostsee

Stralsund, Ostsee

Stralsund, Ostsee

Stralsund, Ostsee

Später ging es noch einmal zurück in die Stadt um einen Happen zu essen. Danach haben wir uns von Strahlsund noch einmal auf dem Weg zur Seebrücke-Sellin gemacht, um eine Nachtaufnahme aufzunehmen.

Stralsund, Ostsee

Tag 6 – Usedom

Am 6. und vorletzten Tag ging es zur „Nachbarinsel“ Usedom, die zweit größte Insel nach Rügen. Jedoch gehört ein Teil der Insel bereits schon zu Polen. Wir hatten Glück, es war der sonnigste Tag in unserem ganzen Urlaub. Unser Ziel war die Seebrücke Ahlbeck, welche wir vor unseren Urlaub als Puzzle gemeistert hatten, daher war es für uns Pflicht diese Seebrücke zu besuchen.Seebrücke Ahlbeck, Usedom

Seebrücke Ahlbeck, Usedom

Seebrücke Ahlbeck, Usedom

Seebrücke Ahlbeck, Usedom

Seebrücke Ahlbeck, Usedom

Seebrücke Ahlbeck, Usedom

Vorweg, die ganzen Tage haben wir fast im Auto verbracht, aber es hat sich gelohnt. Im Urlaub hatten wir Regen, Schnee und Eis. Da war dieser sonnige Tag genau die richtige Abwechslung. Ein sonniger Spaziergang am Ostseebad Ahlbeck, war da richtig Honig für die Seele, ein T-Shirt war ausreichend. Und das beste kam noch, einen richtig super frischen leckeren Backfisch in der „Alten Fischhalle“. Auch meine Freundin ist mit einem super leckeren Fischbrötchen fündig geworden. Hier hatte Usedom auf jeden Fall die Nase vorn.

Ein weiterer Plus Punkt war, dass man umsonst Parken konnte und das direkt in Strand Nähe. Leider hatten wir nicht viel Zeit um die Insel weiter zu erkunden, aber der erste Eindruck war wirklich klasse. Wenn Usedom nicht soweit weg wäre, könnte ich mir durchaus vorstellen dort noch einmal ein langes Wochenende zu verbringen. Den Tag haben wir dann noch mit einem weiteren Spaziergang am Strand ausklingen lassen.Seebrücke Ahlbeck, Usedom

Seebrücke Ahlbeck, Usedom

Seebrücke Ahlbeck, Usedom

Tag 7 – Naturerbe und die Sky Sportsbar

Der siebte und letzte Tag begann wie immer.. Ratet mal.. Genau! Mit einem Frühstück in unserer Lieblings Bäckerei, danach haben wir uns auf, zu einem der angepriesensten Highlights der Insel gemacht, dass Naturerbe-Zentrum Rügen. Dabei handelt es sich um einen Baumwipfelpfad & Erlebnisausstellung. Die Eintrittspreise lagen bei 11,00€ pro Erwachsene Person, Kinder zwischen 6-14 Jahre zahlen 8,50€ und Kinder unter 6 Jahren dürfen kostenlos am Spaß teilhaben. Natürlich gibt es noch andere Rabattstaffeln für z.B. andere Personen.

Baumwipfelpfad Rügen, Naturerbe-Zentrum Rügen

Zunächst einmal haben wir die Erlebnisausstellung besucht, dabei handelt es sich um eine Fotoausstellung mit ausgezeichneten Naturfotografien. Und da waren wirklich Sahnestücke dabei. Danach ging es auf dem Baumwipfelpfad.

Baumwipfelpfad Rügen, Naturerbe-Zentrum Rügen

Baumwipfelpfad Rügen, Naturerbe-Zentrum Rügen

Baumwipfelpfad Rügen, Naturerbe-Zentrum Rügen

Baumwipfelpfad Rügen, Naturerbe-Zentrum Rügen

Baumwipfelpfad Rügen, Naturerbe-Zentrum Rügen

Baumwipfelpfad Rügen, Naturerbe-Zentrum Rügen

Baumwipfelpfad Rügen, Naturerbe-Zentrum Rügen

Baumwipfelpfad Rügen, Naturerbe-Zentrum Rügen

Baumwipfelpfad Rügen, Naturerbe-Zentrum Rügen

Neben einer wunderschönen Aussicht, gab es auch viel rund um die Natur zu lernen, gerade für die kleinen Besucher gab es die ein oder andere Lern Station zum anpacken.

Tag 8 – Bye Bye Rügen

Unser Auto hatten wir so gut wie es ging bereits am Vortag gepackt. Was durchaus eine gute Idee war, denn die Insel Rügen hatte sich eiskalt bei uns verabschiedet. Am letzten Tag durfte ich also noch einmal die Autoscheiben vom Eis befreien.

Dann sind wir zum letzen mal in unsere Lieblings Bäckerei Peters in Neu Mukran auf Rügen frühstücken gegangen. Leider hatte die Erkältung mir den Magen verstimmt, so dass ich nicht viel runter bekommen habe. Aber ein letztes mal den Ausblick auf das Meer bei einem Frühstück zu genießen war göttlich.

Letztendlich war ich froh am Ende des Tages wieder in meinem Bett  liegen zu dürfen.

Aber lohnt sich nun ein Besuch im März auf Rügen?

Nun nachdem ihr meinen Artikel komplett gelesen habt, möchte ich auch die Frage beantworten, aus dem ersten Abschnitt. Die Antwort hat eigentlich nur 4 Buchstaben und ggf. noch ein Ausrufezeichen! Also…

Nein! – Für uns jedenfalls nicht..

Rügen ist echt eine sehr schöne Insel ein Besuch lohnt sich alle Male. Doch wir hätten lieber Rügen in späten Frühling, Sommer oder Herbst besucht.  Es war einfach nur kalt, mit Regen hatten wir Glück. Aber der Himmel war meistens grau und trostlos. Na gut, damit haben wir schon gerechnet.

Was jedoch viel schlimmer war, dass vieles einfach geschlossen hatte. Viele Gastronomien hatten einfach geschlossen, die Tauchgondel in Sellin hatte ebenfalls geschlossen (der Fahrstuhl auch). Die darauffolgenden Tage auch die Seebrücke in Sellin. Ja auch die Sky Sportsbar zu Bundesliga Zeit, welche erst ab 19 Uhr öffnet.

Dann gab es noch eine wirklich „blöde“ Baustelle. Welche uns nach Binz den Weg abgeschnitten hatte, hierfür gab es nicht mal ein Umleitungschild. So mussten wir entweder über eine wirklich sehr enge Straße bestückt mit Bäumen links und rechts fahren. Der Untergrund bestand aus im Boden versenkenden Steinen, was die Fahr sehr holprig machte. Das ganze wurde von gut einen halben Meter tiefen Schlaglöchern verfeinert. Würde man in ein solches Schlagloch reinfahren, würde man bestimmt nicht ohne weiters raus kommen und man könnte mit einen Achsenbruch rechnen. Noch lustiger wird das Ganze, wenn ein 40 Tonnen LKW einen entgegen kommt. Dann darf man halb in den Wald fahren, um um den LKW herum zu kommen. Mit einem Tiefer gelegten Wagen hat man wirklich Spaß. Das ganze erinnerte mich an einen „Weg“ aus dem Mittelalter. Hier könnte man auf jeden Fall Dracula drauf neu verfilmen.

Und dann gibt es noch die Sache mit den Fischbrötchen und Backfisch. Eigentlich habe ich gedacht, ich werde mit geräucherten Fisch, Fischbrötchen, Backfisch und Co erschlagen. Doch die Realität sah anders aus. Wie bereits erwähnt hatte fast alles geschlossen. Doch das absolute Highlight war im „Fischerdorf“ Vitt, ja Fischerdorf! Nach einer halben Stunde laufen, habe ich mich mega auf frischen Fisch gefreut. Doch auch hier hatten alle bis auf ein Souvenirgeschäft / Bistro mit Kamin geschlossen… Hier gab es aber auch keinen Backfisch. Aber Fischbrötchen! Doch der Fisch stammte nicht aus dem Meer von dem Fischern aus dem Dorf.. Nene, dieser wurde frisch aus dem 10 Liter Eimer (aus dem Großhandel) geangelt.

Unter dem Strich würde wir immer wieder gerne nach Rügen fahren, aber nie mehr im März.