Schloss Drachen Burg
Schloss Drachenburg
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ROLLEI C5i II T3S

ROLLEI C5i II T3S

Das perfekte Reisestativ wird gesucht. Momentan schleppe ich immer mein Manfrotto Dreibeinstativ mit, doch es ist groß schwer und unhandlich. Das befestigen am Rucksack klappt auch irgendwie nicht so richtig. Aber irgendwie nervt es auch wenn es am Rucksack befestigt ist. Daher trage ich es meistens in der Hand, was irgendwie noch mehr nervt. Ich habe zwar noch ein zweites Carbonstativ was leicht ist, aber wirklich klein ist es auch nicht, dazu ist es alles andere als stabile. Und so ein großes Stativ ist wirklich ein Klotz am Bein und vermiest einen irgendwie den Urlaub. Also die Lösung, ein kleines handliches Stativ muss her was sich am besten komplett in Fotorucksack verstauen lässt.

Als erstes sollte man rausfinden wie schwer die Kamera inkl. Objektiv und Co. ist.  Ich habe eine Canon 5D Mark III (948g), Akku (100g), Speicherkarte (10g) und mein schwerstes Objektiv 1.100g). So kommen wir auf ein Gesamtgewicht von 2.158g bei einer Vollformatkamera. Okay nun kommt evtl. noch ein Funkauslöser oder GPS-Empfänger drauf dann sind wir evtl. bei 2.500g. Sollte man mit dem Finger auslösen haben wir natürlich noch ein wenig zusätzlichen Druck/Belastung bzw. Gewicht auf dem Stativ. Also sollten wir mit einer Traglast von 3.000g / 3kg gut auskommen.

Trotz 30 Tage Rückgaberecht auf Amazon mache ich meine Käufe immer sehr bedacht und erstelle mir Excel Tabellen und Vergleiche die Werte/Aspekte die für mich wichtig sind. Natürlich kommt für die endgültige Kaufentscheidung auch immer noch etwas Bauchgefühl hinzu und ein Vergleich der Kundenresonanzen. Die Kaufkriterien meines Reisestativs setzen sich wie folgt zusammen Packhöhe (wie groß das Stativ verstaut ist), Arbeitshöhe (die Höhe mit der man Arbeiten kann wenn das Stativ maximal ausgefahren ist), Gewicht (wie schwer oder leicht ein Stativ ist), Belastbarkeit und natürlich der Preis. Die Belastbarkeit des Statives muss natürlich passen, sonst macht es kein Sinn. Danach ist der wichtigste Aspekt die Packhöhe gefolgt von der Arbeitshöhe. Und dann entscheidet der Preis, hier habe ich mir eine Budgetgrenze von ca. 150 Euro gesetzt, denn ich bin doch nicht Krösus. Und zu guter Letzt das Gewicht. Folgende Stative habe ich verglichen:

Hersteller Modell Packhöhe Arbeitshöhe Gewicht Belastbarkeit Preis
K&F Concept® Tripod-TM2534 42 cm 162 cm 1,7 kg 12 kg 119,99 €
Zomei Z818 45 cm 170 cm 1,9 kg 18 kg 139,99 €
TARION® 278 30 cm 133 cm 1,3 kg 5 kg 82,97 €
Andoer® Q-666 36 cm 153 cm 1,5 kg 15 kg 69,99 €
Rollei Traveler No. I 32 cm 134 cm 1,7 kg 5 kg 75,82 €
XCSOURCE® LF393 32 cm 158 cm 1,1 kg 8 kg 76,99 €

Sieger: Rollei C5i II + T3S

Am ende ist es jedoch keins dieser Reisestative geworden. Da ich mich für das Rollei C5i II + T3S entschieden habe. Es hat eine maximale Traglast bis zu 10kg und ein Eigengewicht von 1,8kg. Gut zugegeben, das Stativ gehört nicht gerade zu den leichtesten und mit seinen Packmaß von 44,5 cm auch nicht zu den kleinsten. Es verfügt jedoch über Spikes und einen hochwertigen Panorama-Kugelkopf. Auch die beige Stativtasche welche mitgeliefert wird ist sehr schick, jedoch wird sie auch sehr schnell schmutzig. Was mich auch sehr überrascht hat sind die mitgelieferten Inbusschlüssel und Ersatzfüße (3 Stück) um das Spikes zu verdecken. Aber der wahre Grund warum ich es mir bestellt habe, war das es im Blitzangebot von 169,99 Euro auf 134,90 reduziert war, also habe ich Sparfuchs 35,09 gespart. Und ich dachte mir, wenn das Stativ deinen Vorstellungen nicht entspricht schickst du es einfach zurück…

ROLLEI C5i II T3S

ROLLEI C5i II T3S

Und das war auf keinen Fall, der Fall. Den der Fall war das dieses Stativ einfach affengeil ist! Ich habe es ausgepackt und war sofort begeistert. Die Verarbeitung ist echt super, allein der Panorama-Kugelkopf hat mich schon beim blanken hinsehen überzeugt. Wenige Minuten später habe ich mich auch direkt auf zum Praxistest gemacht nach Königswinter bzw. zum Schloss Drachenburg. Eigentlich wollte ich für den Notfall noch mein schweres Manfrotto Stativ einpacken, aber ich habe mir einfach gedacht YOLO. Das Tragen des Statives war sehr angenehm, okay wie ihr wisst bin ich sicherlich nicht der sportlichste und habe bereits schon ohne Fotoausrüstung genügen mit mir rum zutragen. Das Stativ hatte ich an der Seite meiner Kameratasche angebracht und hatte so bei den ca. 3 Stunden wandern eine ziemliches Gewicht auf einer Seite was später schon sehr bemerkenswert wurde. Das nächste mal werde ich Schauen ob ich das Stativ nicht mittig an meinen Fotorucksack platzieren kann.  Das Aus- und Einpacken des Statives geht kinderleicht, selbst der Zeit wo ich meinen rechten Daumen noch nicht ganz verletzungsbedingt benutzen kann. Bis her habe ich nur immer mit einen 3-Wege Systemkopf gearbeitet und war die Arbeit mit einen Kugelkopf nicht gewöhnt, ich habe zwar einen aber den hatte ich 6 Jahre nicht mehr genutzt. Aber bei dem mitgelieferten Kugelkopf hatte man es super schnell raus und ein Gefühl dafür wie viel man die Arretierung aufdrehen musste um die Kamera Mühle los auf den Millimeter so einzustellen, wie man sie haben möchte. Danach ein mal kurz festgedreht und sie war fest, kein abneigen des Kopfes oder ähnliches und das bei einer Canon 5D Mark III mit Tamron 24-70 f2.8. Wunderbar! Für sein Gewicht und kompakten Bauart steht das Stativ selbst ohne Spikes bombenfest. Okay wenn man etwas dran rüttelt bewegt sich das Stativkonstruktion an sich, wobei die Füße dastehen bleiben wo waren bzw. sind. Wenn dann sich ein Strum oder Orkan auftut, keine Angst! Das Stativ hat einen super coolen Haren den man „ausfahren“ kann. Ja ihr habt richtig gelesen diesen zieht man Raus also ist er nicht in Weg und es gibt keine Verletzungsgefahr. Hier könnt ihr zum beschweren etwas ranhängen wie z.B. eure Kameratasche oder ein oder mehre Beutel wo ihr z.B. in der Gegend steine und ähnliche schwere Sachen sucht. So bekommt das Stativ eine zusätzliche Zuglast nach unten, ist schwer und hat mehr Stabilität. Das war mein erster Eindruck zu diesen Stativ und ich muss sagen ich bin bisher sehr happy damit. Und wie sagt man so schön.. Ich möchte es nicht missen! 

3 Kommentare

  1. Hannes sagt:

    Vielen Dank für den Beitrag! Ich suche auch grad ein Reisestativ und meine Liste sah ähnlich aus. Da das C5i II mit T3S Kopf mittlerweile noch etwas günstiger wurde, wirds denke ich auch das. Auch wenn nur ne kleine Sony NEX 6 halten muss ;)

  2. Hallo Hannes,

    sorry ich bin gerade frisch aus dem Urlaub, daher die späte Antwort (okay, vorher habe ich noch schnell ein Beitrag veröffentlich).

    Also ich finde das Rollei C5i II + T3S einfach klasse! Mit meiner 5D Mark III habe ich da absolut keine Probleme drauf. Da sollte die NEX 6 natürlich auch nicht für Probleme sorgen.

    Ic habe mir nun noch das Travel… No. 1 aus Carbon gekauft für den Urlaub… Obwohl laut Herstellerdaten die 5D Mark III darauf keine Probleme macht, wackelt es wie sau :D Dafür wiegt es die hälfte und ist auch noch was kleiner.. Aber bei dem Rollei C5i II + T3S habe ich absolut keine Probleme. Also ich kann es nur empfehlen.

    • Hannes sagt:

      Kein Ding, ich guck hier ja auch nicht täglich nach ner Antwort, wie man sieht ^^

      Mein Problem bei vielen Stativ war bisher immer die Kopflastigkeit. Die NEX6 ist zwar schön leicht und Kompakt, aber wenn ich das alte Pentacon 135mm drauf schraube samt Adapter liegt der Schwerpunkt halt locker 15cm vor der Kamera selbst. Damit sind die meisten nicht klar gekommen.

      Das Compact ist bei mir auch aufgrund des Kopfes aus der Auswahl geflogen – nur eine Stellschraube um alles zu lösen/fixieren ist bei nem Panoramakopf halt irgendwie doof. ^^

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