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Skyline - Frankfurt am Main

Skyline - Frankfurt am Main

Frankfurt am Main – Deutschlands Big Apple

Wenn man an Frankfurt denkt, denkt man an die Skyline, Banken, Main, die Eintracht und Appelwine (Apfelwein). Wir haben uns für einen Tag auf dem Weg nach Frankfurt am Main gemacht. Und mussten feststellen, dass Frankfurt viel mehr zu bieten hat. Ein Spaziergang entlang des Mainufers ist auf jeden Fall Pflicht, wir sind dabei im Zickzack über jede Brücke gelaufen. Nach dem wir uns ein wenig von der Fahrt und dem Spaziergang am Mainufer ausgeruht haben, ging es dann über den Eiserner Steg zum Römerplatz.

Skyline - Frankfurt am Main

Skyline – Frankfurt am Main

Neben dem Ufer des Mains, Eiserner Steg, Römerplatz und ein Foto der Skyline gehören zu den Top Sehenswürdigkeiten: Maintower (ein unbedingtes Muss), das Museumsufer, mit zahlreichen Museen, unter anderem auch das beliebteste Naturkunde Museum (Senckenberg Naturmuseum) Europas (mit echten Dino Skeletten), Goethe-Haus, Frankfurter Paulskirche, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Hauptwache, Grüneburgpark, Zeil (umsatzstärksten Einkaufsstraßen in Deutschland)…. und der Westhafen Tower, welcher wie ein Appelwine Glas (Geripptes) ausschaut.

 

Anreise und Parken

Meine Reise begann typischerweise in Wegberg. Wir sind Samstags mittags losgefahren. Die Fahrt war zunächst weniger spektakulär. Angefangen hat diese mit einem schönen Sonnenschein, nachdem wir ein paar Kilometer gefahren sind, hat uns ein starker Regen fast bis nach Hessen begleitet. Die einzige Aufregung war in einer bergischen Kurve, ein halterloses Fahrzeug mitten auf der Autobahn. Der Fahrer war weit und breit nicht zu sehen, das Auto war kurz hinter Koblenz auf einer Auffahrt auf der Autobahn (nicht Standstreifen abgestellt). Nach dieser Aufregung ging die Fahrt unbeschwert weiter. Den einen oder anderen Stopp haben wir noch gemacht. Als erstes haben wir das Motel One (Colmarer Str. 2, 60528 Frankfurt am Main) angesteuert und haben eingecheckt. Das Parken war dank kostenpflichtigen Hotelparkplatz kein Problem. Knappe 500 Meter weiter konnte man auch kostenlos auf einem öffentlichen Parkplatz parken. Doch ich habe die 6€ für 24 Stunden als gute Investition angesehen.

Danach ging es direkt weiter Richtung Main, denn ich wollte unbedingt ein Foto der Skyline machen.  Ziel war die Deutschherrnbrücke, denn hier soll man das beste Skylinefoto schießen können. Geparkt haben wir auf der Straße „Zum Laurenburger Hof, 60594 Frankfurt am Main“. Ein Parkplatz haben wir dort schnell gefunden, bei der Rückfahrt haben wir nur festgestellt, dass dies Anwohnerparkplätze sind. Wenn ich es richtig verstanden habe….

  • NAVI: Zum Laurenburger Hof, 60594 Frankfurt am Main
  • GPS: 53.513505, 8.139989

 

Mainufer

Das Mainufer lädt gerade zu einem Spaziergang ein und um ein wenig die Seele baumeln zu lassen. Zwei Sachen fallen einem direkt auf. Erstens: Je nachdem in welche Richtung man läuft, hat man so gut wie immer die wunderschöne Skyline von Frankfurt im Blick. Zweitens: Es gibt sehr sehr sehr viele Wasservögel, ich habe noch nie einen Ort oder eine größere Stadt gesehen, wo soviel Wasservögel an Ort und Stelle waren. Ich persönlich fand es faszinierend. Jedoch kenne ich jemanden für dem wäre es ein regelrechter Albtraum gewesen, da sie sich vor Vögel ekelt, wie andere Frauen vor Spinnen und Ratten. Daher hatte ich bei meinem Spaziergang mit diesem Gedanken im Hinterkopf, gleich ein doppelt so breites Grinsen.

Mainufer

Mainufer

Neben den zwei bereits genannten Dingen ist das Mainufer eine Augenweide, es finden sich viele schöne Motive. Ob es dieser Tunnel ist, mit der Höhlenmalerei oder die Architektur, die diese grüne Oase ständig begleitet. Viele machen es sich auf dem hügeligen Rand mit ihren Freunden bequem und genießen den Tag. Was mich sehr an den Stadtwald in Krefeld erinnerte. Von kleinen Minipartys mit Wodka in einer Melone, bis hin zum verliebten Paar, konnte man dort allerlei Art von Menschen entdecken. Auch wir haben uns für einige Minuten dort hingepflanzt, leider hatte ich eine cremefarbene Hose an, welche auf einer Wiese nicht so gut kommt. Die Grünanlagen waren top in Schuss und trotz der vielen Vögel war nur wenig Vogelkot zu sehen. An sich war das Ufer wirklich sauber.

Eiserner Steg – Hibb de Bach nach Dribb de Bach

Frei nach dem Motto „Hibb de Bach nach Dribb de Bach“ gelangt man von dem einem Ufer des Mains zum anderen über dem eisernen Steeg. Im zweiten Weltkrieg wurde diese wunderschöne Fußgängerbrücke zerstört und neu aufgebaut. Heute findet man neben zahlreichen Liebesschlösser allerlei Menschen auf der Brücke z.B. Touristen aus aller Welt, Einheimische oder Pokemon Go süchtige. Bei dem überqueren der Brücke hatte sogar jemand ein Fotoshooting veranstaltet. Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen gelangen bequem mit dem Fahrstuhl rauf und müssen nicht die Treppen nutzen.

Eiserner Steg

Eiserner Steg

Zunächst dachte ich ein russischer Schriftzug schmückt die Brücke was ja ggf. zum zweiten Weltkrieg gepasst hätte, insofern Frankfurt von den Russen besetzt war. Doch bei diesem Schriftzug handelt es sich um Griechisch. Nein, nicht das lecker Essen.. Sondern um die Sprache. Es ist ein Zitat aus der “Odyssee” von Homers in griechischer Sprache: ΠΛΕΟΝ ΕΠΙ ΟΙΝΟΠΑ ΠΟΝΤΟΝ ΕΠ ΑΛΛΟΘΡΟΟΥΣ ΑΝΘΡΩΠΟΥΣ und auf Deutsch: Auf weinfarbenem Meer segelnd zu anderen Menschen.

Auf weinfarbenem Meer segelnd zu anderen Mensche

Auf weinfarbenem Meer segelnd zu anderen Mensche

Römerplatz

Bevor ich selbst in Frankfuhrt am Main war, habe ich relativ negatives gehört. Wie z.B. die Stadt besteht nur aus dem Römerplatz und Wolkenkratzer. Zugegen irgendwie bildet der Römerplatz zumindest das touristische Zentrum der Stadt. Aber wirklich fasziniert bin ich vom Römerplatz nicht. Die Souvenir Shops sind ziemliche Kuriositäten. Man spricht kein Deutsch, man kann nicht offizielle Borussia Dortmund Schals kaufen und man bekommt Postkarten von Schloss Neuschwanstein. Die Gastronomie ist auch nicht viel besser. Wir haben uns in einem Lokal niedergelassen, natürlich sehr hungrig. Und mussten über eine halbe Stunde warten, während die Kellnerin mit ihrem Handy rumspielte. Natürlich wollte ich einheimische Kost probieren, also habe ich mir in der Würstchenhauptstadt erstmal Frankfurter Würstchen, Flammkuchen und Appel Wein bestellt. Leider hat nichts davon wirklich geschmeckt. Zuvor waren wir im nahe gelegenen Café „Metropol Kaffeehaus am Dom“ auf der Straße Weckmarkt. Dort konnte man wunderschön und romantisch in einem Hinterhof essen und trinken. Nur leider am Tag, wo wir dort waren, war der Koch erkrankt, daher blieb es bei einem selbstgemachten Minzeistee. Also sind wir zurück durch die Schirn Kunsthalle zum Römerplatz und haben dort wie oben beschrieben gegessen. Der Name des Lokals war übrigens Alten Limpurg.

Café, hinter dem Römerplatz

Café, hinter dem Römerplatz

Schirn Kunsthalle Frankfurt

Schirn Kunsthalle Frankfurt

Nicht nur der Main ist Nass

Gerade für den Abend bzw. für die Nacht habe ich mir sehr viel vorgenommen, die Skyline wollte ich in der Nacht fotografieren. Den Maintower wollte ich ebenfalls bei Dunkelheit besuchen und ein paar schöne Aufnahmen bei Nacht machen. Mein Plan war gegen 21 Uhr zum Tower zu fahren und dort die Blaue Stunde mitzunehmen und dann bei Dunkelheit Fotos zu machen. Wir waren gerade am Mainufer Richtung Auto unterwegs, wo es auf einmal anfing ein wenig zu Regnen. 100 oder 200 Meter vor dem Auto fing es auf einmal an, richtig heftig zu regnen, an fotografieren war nicht mehr zu denken. Daher haben wir noch einen Abstecher zur Comerzbank Arne gemacht, denn als Fußball Fan sollte man diese auch mal gesehen haben. Wir konnten relativ nah heran fahren, doch der Regen war zu stark um aus zusteigen. Zurück zum Hotel ging es ein Stückchen über die Autobahn. Hier traute sich niemand mehr wie 30 oder 40 km/h zu fahren. So haben wir den Abend im Hotel verbracht. Am nächsten Tag waren sogar teils die Tiefgaragen um den Römerplatz mit Wasser vollgelaufen.

Die Wolken auf dem Maintower küssen

Es geht hoch hinaus, auf dem Maintower!

Es geht hoch hinaus, auf dem Maintower!

Die Top-Sehenswürdigkeit für mich war in Frankfurt der Maintower. Ich war noch nie zuvor auf einem Wolkenkratzer oder habe einen in echt aus der Nähe gesehen. Eigentlich war es geplant Abends zur Blauen Stunde auf dem Tower zu sein. Freitags und Samstag hat er nämlich im Sommer bis 23.00 Uhr geöffnet. Aber das ist ja wie bereits erwähnt ins Wasser gefallen. So haben wir uns gleich Sonntag früh auf den Weg gemacht, die Stadt war wie ausgestorben… So konnten wir kostenlos und ohne groß zu suchen auf der Neue Mainzer Straße, 60311 Frankfurt am Main parken. Wir mussten jedoch einmal um das Gebäude herum laufen auf die Straße „Neue Schlesingergasse“, da sich dort der Eingang für die Aussichtsplattform und für das Restaurant befindet. Da wir 30 Minuten vor der Öffnungszeit schon dort waren, waren wir die ersten und hatten kein Problem mit Wartezeiten etc. (falls es diese überhaupt gibt). Der Eintritt mit 6,50€ war in Ordnung, für Kinder, Familien und Gruppen gibt es natürlich noch Ermäßigungen. Die Sicherheitskontrollen sind jedoch sehr beängstigend und ähneln die eines Flughafen mit Metalldetektoren und Röntgen (?) des Handgepäcks. Das Personal ist trotzdem sehr freundlich. So am Rande, das Gebäude hat mehr Kameras wie alle Big Brother Häuser zusammen. Nach der Sicherheitsüberprüfung geht es 54 Stockwerke mit dem Fahrstuhl nach oben. Ein alternatives Treppenhaus habe ich nicht gesehen. Jedoch geht es mit einem kleinen Treppenhaus vom 54. Stock, noch weiter nach oben auf die Aussichtsplattform. Für Personen mit Einschränkungen gibt es extra einen zweiten Fahrstuhl, wenn ich es richtig erkannt habe… Oben angekommen darf man eine wunderschöne Aussicht genießen. Zum größten Teil verdecken auch keine Glaswände etc. die Aussicht, so dass man Reflexionsfrei fotografieren kann.

Ich habe nachgefragt: Man darf auf jeden Fall ein Fotostativ mit auf die Aussichtsplattform nehmen, was bei Nachaufnahmen natürlich ein großer Vorteil ist.

Über 50 Stockwerke hinauf auf die Aussichtsplattform.

Über 50 Stockwerke hinauf auf die Aussichtsplattform.

Die Aussicht vom Maintower

Die Aussicht vom Maintower

Es geht tief hinab

Es geht tief hinab

Den Rest haben wir mit dem Frankfurt Hop On Hop Off erledigt

Busrundfahrt mit dem Hop on Hop off Bus

Busrundfahrt mit dem Hop on Hop off Bus

Leider haben wir nicht alles geschafft zu besichtigen. Man hatte uns vorher gesagt Frankfurt ist klein, dass hat man in ein paar Stunden erkundet. Zum Glück muss ich dem widersprechen. Frankfurt ist groß und es gibt viel zu entdecken. Und die beste und schnellste Art eine Stadt zu entdecken, ist eine Stadtrundfahrt. Und das haben wir wie immer gemacht. Die Tickets haben wir auf www.stadtrundfahrten-frankfurt.de erworben. Das Tagesticket – ALLE TOUREN: City Tour + Skyline Tour für den ermäßigten Preis (für Onlinebuchungen) von 17,90 Euro pro Person haben wir gebucht. Für Kinder und Familien gibt es noch Vergünstigungen. Nach der Buchung sind die Tickets ein Jahr lang gültig und können an einen beliebigen Tag eingelöst werden. Der Doppeldecker war offen, wir haben uns oben einen Platz ergattert. Man hatte jedoch bei fast jeden Baum Angst von diesen erschlagen zu werden. Denn diese peitschten gegen die Frontscheibe und das Verdeck am hinteren Teil des Busses. Der Sound kommt aus Kopfhörern, welche man sich am Eingang des Busses nehmen darf, die Boxen haben leider nicht funktioniert. Die Informationen die einen durch eine schmatzende Tonbandstimme erzählt werden, sind sehr interessant, zu mindestens interessanter wie in Luxemburg. Doch an die Bustour von Hamburg kommt es leider nicht ran. Jedoch die Hauptsache ist, dass man eine solide Grundlage an Informationen bekommt und das wird einem auf jeden Fall vermittelt. Ebenfalls ist es beeindruckend mit einem offenen Verdeck zwischen den Wolkenkratzern her zufahren. Die Busfahrt hat uns verdeutlicht, dass Frankfurt viel zu entdecken hat und wir z.B. Sachsenhausen total vernachlässigt haben und ein anderes mal noch besuchen müssen. Zurück am Römerplatz angekommen, haben wir uns ein leckeres Eis bei bestem Wetter gegönnt und überlegt was wir machen… Da wir knapp 4 Stunden eher wie erwartet am Vortag in Frankfurt angekommen waren, haben wir uns entschlossen ein zweites mal anzureisen und alle verpassten Sehenswürdigkeiten, sowie die Nachtaufnahmen nachzuholen. Daher dachten wir… Nächster Stopp Geierlay Brücke..

Ein Versuch von einen Abstecher an der Geierlay Brücke

Die Fahrt dorthin war recht schön, bequem über die Autobahn… Leider hatten wir später einen Unfall und sind den Stau über das Land umfahren, was kein Fehler war. Da die Autofahrt herrlich war. Doch in dem kleinen Dorf angekommen, erwartete uns blankes Entsetzen. Alle Parkplätze waren Rappel voll… Es waren sogar Staus vor den Parkplätzen. Ziemlich ärgerlich… Da wäre ich doch lieber noch was in Frankfurt geblieben und hätte dort ruhig den Tag ausklingen lassen.. Shit Happens! Also haben wir uns eine Spazierfahrt entlang der Mosel Richtung Heimat gegönnt.. Und das war ein wunderschönes Abenteuer in meinem geliebten Lancer. Bei einer Pinkelpause ist dieses wunderschöne Foto entstanden:

Ein Blick auf die Mosel

Ein Blick auf die Mosel

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