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Da ich diese Filter so liebe und sie trotz Photoshop und Co. nicht zu ersetzen sind findet Ihr diesen Post direkt in zwei Kategorien, Tipp & Tricks und Equipment. Langzeitbelichtungen bei Tag? Doch das geht mit sogenannten ND-Filter oder auch Graufilter genannt. Diese kleinen Dinger können wahre Wunder bewirken und für die unterschiedlichsten Anwendungsmöglichkeit gebraucht werden. Drei sehr bekannte Anwendungsbeispielen sind z.B.

 

1. Wolken

Ohne ND Filter - Rostock Ostsee Deutschland

Ohne ND Filter – Rostock Ostsee Deutschland

Mit ND Filter - Rostock Ostsee Deutschland

Mit ND Filter – Rostock Ostsee Deutschland

Die Erde und Wolken sind Ständig in Bewegung. Bleibt aber deine Kammer unbewegt auf ein Stativ stehen, fangen an die Wolken zu verwischen so, dass diese einen interessanten Look erzeugen.

 

2. Wasser

Buhnen aufgenommen mit einen ND Filter

Buhnen aufgenommen mit einen ND Filter

Das Meer ganz ruhig, durch einen Graufilter

Das Meer ganz ruhig, durch einen Graufilter

Durch die Langzeitbelichtung wird die raue See aalglatt. Und Wasserfälle und Wellen die Wasser aufbrausen verwandeln sich in mystischen Nebel.

 

3. Geisterstädte

Hermannsdenkmal ohne Graufilter

Hermannsdenkmal ohne Graufilter

Hermannsdenkmal mit Graufilter

Hermannsdenkmal mit Graufilter

Lästige Touristen oder volle Einkaufsstraßen lassen sich dank dem ND-/Graufilter auch beseitigen. Durch die Bewegung der Menschen und die lange Belichtung werden diese praktisch weg gezaubert. Durch Personen die länger an eine Stelle stehenbleiben, kann es jedoch noch zu Geistererscheinungen kommen.

Oder man nutz diese auch z.B. zum Filmen oder Fotografien mit offener Blende wie z.B. f1.4 bei viel Licht, um dies zu reduzieren. Graufilter gibt es mit den verschiedensten Faktoren.

 

Nun fragt ihr euch sicher wie das ganze funktioniert? Man kann es mit einen Wort beschrieben und dieses lautet „Sonnenbrille“. Ein Graufilter oder ND-Filter ist nichts anderes wie eine Sonnenbrille für die Kamera. Schraubt man einen ND-Filter vor die Kamera so verringert sich das Licht um den auf den Filter angebenden Wert. Mein Lieblings Filter ist der Graufiler mit den Wert ND3, dieser vergeringertdas Lich um einen Faktor von 1.000. Also es gelangt 1.000 mal weniger Licht auf den Kamerasensor wodruch man dann länger Belichten kann. Ein beispiel man stellt seine Kamera auf Manuell und werkelt solange an der Kamera bzw. ISO und Blende rum bis auf eine Verschlusszeit von 1sek kommt. Nun schreibt man den Graufilter ND-3 davor und man hat eine Verschlusszeit von 1000 Sekunden bzw. 16 Minuten und 40 Sekunden. Oder aus einer Verschlusszeit von 1/30 Sekunden werden 30 Sekunden. Wie ihr merkt wird es ganz schön knifflig und solche Filter sind ganz schön Kopfsache. Deshalb habe ich euch für meinen Lieblings Graufilter den ND-3 mal alles von einer Verschlusszeit von 1/1000 Sekunde bis 1 Sekunde alles ausgerechnet. Und sogar die Werte der Belichtungen mit ND-Filter von Bruchzahlen in (Dezimalzahlen) umgerechnet. So das man dies ggf. einfacher ohne es umzurechnen an einen Fernauslöser ablesen kann.

 

ND-3 Graufilter (Faktor 1000) Umrechnungstabelle

Verschlusszeit in Sek
Faktor ND ohne ND mit ND
1000 3 1/1000 1 (0:01)
1000 3 1/800 1,2 (0:01)
1000 3 1/640 1,5 (0:02)
1000 3 1/500 2 (0:02)
1000 3 1/400 2,5 (0:03)
1000 3 1/320 3 (0:03)
1000 3 1/250 4 (0:04)
1000 3 1/200 5 (0:05)
1000 3 1/160 6 (0:06)
1000 3 1/125 8 (0:08)
1000 3 1/100 10 (0:10)
1000 3 1/80 13 (0:13)
1000 3 1/60 10 (0:10)
1000 3 1/50 20 (0:20)
1000 3 1/40 25 (0:25)
1000 3 1/30 30 (0:30)
1000 3 1/25 40 (0:40)
1000 3 1/20 50 (0:50)
1000 3 1/15 60 (1:00)
1000 3 1/13 70 (1:10)
1000 3 1/10 100 (1:40)
1000 3 1/8 120 (2:00)
1000 3 1/6 160 (2:40)
1000 3 1/5 200 (3:20)
1000 3 1/4 250 (4:10)
1000 3 1/3 330 (5:30)
1000 3 1 1000 (16:40)

Wenn ihr jetzt ohne ND Filter eine Belichtungszeit habt von 3 Sekunden wären es mit einen ND-3 Graufilter  3.000 Sekunden, also müsstet ihr 50 Minuten belichten. Und das ganze geht so weiter.. Bis euer Kamera Akku schlapp macht. Bitte bedenkt aber, dass mit der Zeit auch das Licht weniger wird und somit sich die Belichtungszeiten noch mehr verlängern. Aber das sind rechen Prozesse wo ich an dieser Stelle nicht drauf eingehen möchte, da es zu kompliziert wird. Es gibt aber Fotografen oder Künstler die sogar über Tage oder Wochen Fotos belichtet haben.

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