FUJINON XF80mm F2 - Fujifilm Makro-Objektiv
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9. September 2016

Wann macht ein Bildstabilisator Sinn?

Das ist eine sehr gute Frage, die sich jeder bei dem Fotografieren stellen sollte. Ein Bildstabilisator ist ohne Frage eine feine Sache, doch manchmal sorgt er auch für negative bzw. schlechte Ergebnisse.

Es gibt mehrere Arten von Bildstabilisatoren, manche befinden sich praktisch in der Kamera und andere im Objektiv. Je nach Hersteller gibt es dafür eine andere Bezeichnung:

  • Image Stabilizer (IS) – Canon
  • Optical Image Stabilizer (O.I.S.) – Panasonic
  • Optical Stabilizer (OS) – Sigma
  • Optical SteadyShot (OSS) – Sony
  • Vibration Compensation (VC) – Tamron
  • Vibration Reduction (VR) – Nikon

Und so weiter… Dabei gibt es dann auch noch unterschiedliche Systeme, grob gesagt gibt es immer ein oder mehre bewegliche Elemente und Sensoren in dem Objektiv. Die Sensoren erkennen die Bewegungen und gleichen diese mit den Bbeweglichen Elementen aus. So kann man bei längeren Verschlusszeiten oftmals bis zu 3 Blenden mehr, umgerechnet Fotografieren. Also könnte man z.B. statt mit Blende 5,6 dann mit Blende 16 fotografieren. Oder man behält die gewünschte Blende und man kann die Verschlusszeit oder ISO-Werte dementsprechend verkürzen. z.B. ohne Bildstabilisator kann ich bei 50mm mit 1/100 Problemlos fotografieren. Schalte ich den Bildstabilisator ein, könnte ich wie folgt fotografieren:

  • 50mm, f5.6, ISO800, 1/12sek
  • 50mm, f5.6, ISO100, 1/100sek

Soweit in der Theorie… Ein Bildstabilisator hat natürlich auch seine Nachteile, die Bildqualität besonders zu den Rendern hin kann in Sachen Auflösung und Chromatische Aberration leiden. Also ist das schon ein Mal ein Argument, den Bildstabilisator nicht immer anzuschalten.

Wie ihr bereits gemerkt habt, macht es nur Sinn den Bildstabilisator zu nutzen, wenn ihr möglichst lange Verschlusszeiten fotografieren müsst. Aber aufgepasst! Sobald ihr mit einem Stativ fotografiert, solltet ihr den Bildstabilisator ebenfalls bei langen Verschlusszeiten ausschalten, denn dann kann es sein das er trotz, dass die Kamera ruhig ist ggf. Bewegungen ausgleichen möchte, was dann zu einer Bewegungsunschärfe in den Bildern sorgt. Das ist mir auch schon passiert und ist mega ärgerlich!

Der Bildstabilisator gleicht nur immer die Bewegungen einer Kamera aus, also macht es auch kein Sinn diesen anzuschalten wenn ihr schnelle Bewegungen aufnehmen möchtet. Denn da benötigt ihr ohne hin kurze Verschlusszeiten um das sich schnell bewegende Motiv aufzunehmen. Wie z.B. wenn ihr Fußballspiele fotografiert.

 

PS: Bei Videoaufnahmen ist ein Bildstabilisator super geil! Denn hier gleicht er auch Zittern aus oder wenn ihr euch Bewegt und geht. Hier bewirkt ein Bildstabilisator wahre Wunder!

 

 

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